Ausschuhen:

Beim Ausschuhen bilden sich durch langanhaltende oder wiederkehrende Entzündungen Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme), wodurch sich die Schichten des Hufs voneinander trennen. Das Pferd verliert seinen Huf, in etwa wie ein Mensch einen Fingernagel.

Ursache:

Häufigste Ursache des Ausschuhens ist eine vorangegangene Hufrehe. Aber auch Unfälle und traumatische Ereignisse können den Verlust eines Hufes verursachen.

Symptome:

  • Starke Schmerzen
  • Stumpfes Bein
  • Lahmheit
  • Blutungen
  • Ablösung des Hufs vom Bein

Behandlung:

Der Verlust eines Hufes lässt sich nur schwierig behandeln. Der Huf muss wieder nachwachsen, was aber Monate dauert, da der Huf nur wenige Millimeter pro Monat wächst. Bis dahin wird das Pferd mit Schmerzmitteln behandelt und es werden schonende und schmutzabweisende Verbände angelegt. In der Box muss auf weiches Einstreu und absolute Hygiene geachtet werden. Da kaum Bewegung möglich ist, sind auf Folgeerkrankungen wie Koliken oder Kreuzverschlag zu achten. Die Stallruhe kann erst aufgehoben werden, wenn ein Großteil des Hufs wieder nachgewachsen ist.

Prognose:

Der Huf eines Pferdes kann komplett nachwachsen. Allerdings ist die Gefahr von Hufdeformitäten sehr groß. Nach einer derartigen Behandlung ist ein Pferd nur noch eingeschränkt Belastungsfähig. Da ein Pferd nach dem Ausschuhe  unter starken Schmerzen leidet, die Behandlung langwierig und kostenintensiv und der Behandlungserfolg ungewiss ist,  muss sich jeder Pferdebesitzer gründlich überlegen, ob er sein leidendes Tier einschläfern sollte.

Allgemein:

Um ein Ausschuhen zu verhindern, muss die Grunderkrankung (Hufrehe) sorgfältig behandelt, sowie deren Ursachen beseitig werden. Pferde die einmal an Hufrehe erkrankten, neigen leider immer wieder dazu. Achten Sie auf ihr Pferd und die Symptome, um frühzeitig darauf reagieren zu können.