Kronentritt

Kronentritt, ist die Verletzung, wenn ein Pferd mit dem einen Fuß auf die Krone des andern, od. bes. im Winter bei hohen scharfen Stollen sich selbst auf Saum od. Krone tritt. Dadurch wird unmittelbar am Saume Horn losgetrennt, wobei zugleich eine Quetschung vorhanden ist. Das Pferd geht sehr lahm, weil sich unter dem losgetrennten Horne sehr bald ein faulender stinkender Stoff ansammelt, wodurch die Kronenfistel entsteht; meist genügt Ruhe, nöthigenfalls mit Ausschneiden des zugleich verletzten Horns. das Aufschlagen von Arcäusbalsam od. einer ähnlichen Salbe, Umschläge von Bleiwasser; im schlimmsten Falle Mittel, welche die Zertheilung der Entzündung fördern u. der Eiterung vorbeugen.

Die Therapie besteht im Säubern der Wunde sowie Raspeln oder Schneiden einer halbmondförmigen Vertiefung in das Horn um die Wunde herum. Anschließend erfolgt eine antiseptische Behandlung und ein Druckverband. Tiefe Wunden müssen genäht werden, da ansonsten eine Verformung des Hufes entstehen kann. Wie bei jeder Wunde bei Pferden ist eine Tetanus-Prophylaxe empfehlenswert.