Haltung:

 

Ein Pferd sollte eigentlich nicht alleine stehen. Optimal ist es, ein zweites oder drittes Pferd dazuzustellen. Aber auch mehr Pferde sind super. Jedoch sollte die Herde nicht zu groß werden. Wenn man sich kein zweites Pferd zulegen kann, ob aus finianziellen Gründen oder aus zeitlichen Gründen, kann man dem Pferd auch ein Schaf oder eine Ziege beistellen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Pferde (oder das Pferd und die Ziege/Schaf) immer Wasser in Reichweite haben. Denn wenn ein Pferd nicht genügend Wasser zu sich nehmen kann, kann das schlimme Folgen haben. Auch Futter muss genügend vorhanden sein.

Ebenfalls ein Muss ist es, für die Tiere reichlich Platz zu haben. Besser zuviel als zuwenig. Ein Pferd in freier Wildbahn legt am Tag um die 35 Kilometer zurück (zwar meist zur Nahrungsaufnahme) und dadurch sollte ein Pferd genügend Auslauf haben.

Auch ein Unterstand ist erforderlich denn bei großer Hitze brauchen Pferde etwas, in dessen Schatten sie sich stellen können um sich abzukühlen. Auch Bäume sind sehr gut auf den Ausläufen und Koppeln. Sowohl Graskoppeln als auch Schotter- und Schmutzkoppeln sind für die Pferde super. Jedoch nicht zu viel Dreck und Schotter außer man hat täglich Zeit die Hufen der Pferde auszuputzen denn wenn sich die Pferde Steine eintreten, können Infektionen auftreten und das ist weder gut fürs Pferd noch für die Geldbörse. Es sollten jedoch groszügige Ausläufe sein, damit die Tiere auch umhertoben können wenn sie wollen. 

Fütterungs-ABC

Eine optimale Fütterung ist für die Gesundheit und das Leistungsvermögen unserer Pferde von überragender Bedeutung.  Fütterungsexperte Ing. Otfried Lengwenat erkärt, wie das Verdauungssystem das Pferdes funktioniert und was bei der Gestaltung bedarfsrechter Futterrationen zu beachten ist.

In der freien Natur nimmt das Pferd den ganzen Tag über Futter auf, in der Hauptsache handelt es sich um mehr oder weniger gehaltvolles Gras, Laub, Zweige usw.  Die Kautätigkeit ist dabei sehr ausgeprägt.  Mit steigender Leisung reicht die Versorgung nur über Gras oder Heu nicht mehr aus, es muss zusätzlich Kraftfutter gefüttert werden, um den erhöten Energiebedarf zu decken.  Durch den Einsatz von Kraftfutter wird Grundfutter verdrängt und wie in Abb. 1a und 2a zu ersehen ist, nimmt damit die Zeit der Futteraufnahme stark ab. Besonders verkürzt sich die Futteraufnahme bei einem sogenannten Alleinfutter, wenn das Pferd nicht zusätzlich Stroh fressen kann. Ebenso drastisch wie die Zeit der Futteraufnahme sinkt auch die Zahl der Kaubewegungen, was zur Folge hat, dass weniger Speichel produziert wird  Der Speichel enthält zwar keine Verdauungsenzyme, jedoch größere Mengen an Karbonaten, die den pH-Wert im agen regulieren.  Zu einer unzureichenden Einspeichlung kann es auch bei mehligem und zu kurz gehäckseltem Futter kommen, oder wenn die Pferde futterneidisch sind und zu hastig fressen

 Tab.1a Futteraufnahme:

Zeit und Speichelbildung.

Futtermittel Fresszeit Speichel
1kg Heu 45 min 5 l
1kg Hafer 10 min 1 l
1kg Gras 10 min 1 l

 

 Tab. 1b: Alle 4 Rationen enthalten gleich

viel Energie.

Rationen Futtermittel Fresszeit Speichel
1 13kg Heu 9 Stunden 65 l
2

5kg Heu

5kg Hafer

4,5 Stunden 30 l
3 9kg Alleinfutter 1,5 Stunden 15 l
4 65kg Gras 11 Stunden 65 l

 

Weiter kommt noch!!!