Horseball
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Inspiriert von traditionellen orientalischen Reiterspielen und dem Pato Südamerikas entstand in Frankreich (nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, in England) dieser neue Pferdesport. |
Regeln
Größe und Abmessungen
Länge: höchstens 75 m, mindestens 60 m
Breite: höchstens 30 m, mindestens 20 m
Idealmaß: 65m x 25m
Der Boden
Der Boden muss eben und weich sein, gleichzeitig aber nicht rutschig, um für Pferde und Spieler gefahrlos bespielbar zu sein. Spielfelder können entweder in einer Halle oder auf einem Platz sein. Wenn sich das Spielfeld außerhalb befindet, muss es gut entwässert sein, um auch bei feuchtem Wetter bespielbar zu sein.
Die Sicherheitszone
An jeder Seite des Spielfeldes angrenzend sind die Sicherheitszonen. Diese ist zwischen 3m und 5m breit und jeweils so lang wie die Seite des Feldes. In dieser Zone dürfen sich je Mannschaft ein Trainer, bis zu sechs Helfer und zwei Auswechselspieler aufhalten.
Spielfelder außerhalb werden bevorzugt. Die FIHB kann offizielle Wettbewerbe auch in einer Halle autorisieren. Wenn nicht genügend Platz für eine Sicherheitszone vorhanden ist, dann sollte das Spielfeld die Form einer Manege annehmen mit Banden an den Seiten (für die Sicherheit der Spieler und Pferde). In diesem Fall muss der Platz für Auswechselspieler so positioniert sein, dass sie einfachen und schnellen Zugang zum Spielfeld haben.
Begrenzung des Feldes
Das Ende jedes Spielfeldes muss geschlossen und mindestens 1,60 m hoch sein. Die Bande an jedem Ende sollte soweit über das Spielfeld hinausragen, dass sie das Ende der Sicherheitszone anzeigt. Sie sollte außerhalb des Spielfeldes eine Mindesthöhe von 1,20 m haben. Hinter jedem Tor muss ein Netz angebracht sein, welches verhindert, dass der Ball aus dem Spielfeld fliegt. Es sollte 4,50 m hoch sein und 5 m über jede Seite des Tores hinausgehen. Die Grenzen zwischen dem Spielfeld und der Sicherheitszone müssen markiert und auf ihrer ganzen Länge passierbar sein. Eine etwas erhöhte Grenze wird bevorzugt, um zu verhindern, dass der Ball aus dem Spielfeld rollen kann. Alle Grenzen müssen für Pferd und Reiter sicher sein. Die Grenzen an sich sind ein Teil des Spielfeldes.
Spielfeldmarkierungen
An d en langen Seiten des Spielfeldes müssen durch Flaggen oder sonstige Markierungen erkennbar sein:
- die Mittellinie
- die 5 Meter-, die 10 Meter-, und die 15 Meter-Straflinien, von der Vorderkante der
beiden Tore aus gemessen.
- Markierungen, die 0,5 m an jeder Seite der Mittellinie anzeigen ("Einwurflinien")

Allgemein
Das Spiel umfasst zwei Halbzeiten von jeweils 10 Minuten. Zwischen den beiden Halbzeiten liegt eine Pause von 3 Minuten. Die Spielzeit sollte möglichst auf einer Anzeigetafel dokumentiert werden. Das Spielende beider Halbzeiten muss mit einem deutlichen hörbaren Signal angezeigt werden. Wenn an einem Tag mehrere Spiele stattfinden, dürfen die Organisatoren die Halbzeiten verkürzen. In diesem Fall dürfen die Pferde 2 Spiele spielen.
Spielunterbrechungen
Das Spiel wird automatisch oder auf Anweisung des Schiedsrichters unterbrochen, wenn
- ein gültiges Tor gefallen ist
- der Ball das Spielfeld verlassen hat
- ein Regelverstoß stattgefunden hat.
Während dieser Spielunterbrechung läuft die Zeitmessung weiter.
Auszeiten
Jede Mannschaft kann pro Halbzeit eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen. Die Auszeit kann nur während einer Spielunterbrechung genommen werden. Der Mannschaftskapitän erbittet beim Schiedsrichter die Auszeit, damit dieser die Zeitmessung anhalten lässt. Nicht genutzte Auszeiten sind nicht auf die nächste Halbzeit übertragbar. Nach Ende der Auszeit ertönt ein Signal. Die Zeitmessung läuft erst wieder, wenn das Spiel auf Pfiff des Schiedsrichters wieder beginnt. Die Zeitmessung wird nur angehalten, wenn besondere Umstände wie ein schwer wieder ins Spiel zu bringender Ball, ein Unfall oder die Auszeiten der Mannschaften dies erfordern. In diesen Fällen gibt der Schiedsrichter das Zeichen zum Anhalten der Zeitmessung.
Wenn während des Spiels ein Teil der Ausrüstung repariert oder ausgetauscht werden muss, muss der betreffende Spieler das Spielfeld
- entweder in einer Auszeit oder einer regulären Spielunterbrechung verlassen
- oder das Spiel fortsetzen, sofern der Schiedsrichter entscheidet, dass dadurch die
Sicherheit nicht gefährdet ist.
Die Horseball-Regeln im Überblick
"Schnell und spektakulär"
Ein Horseball Spiel teilt sich in zwei Halbzeiten von je 10 Minuten. Zwei Mannschaften zu je sechs Spielern (zwei davon in der Outzone) kämpfen um einen Ball, der mit sechs Lederschlaufen versehen ist. In vollem Galopp wird der Ball aufgehoben, zwischen drei verschiedenen Spielern einer Mannschaft gepasst und ein Korb geworfen.
Der Anstoß
Der Ball, der auf der 10 Meter Linie liegt, muss im Galopp aufgehoben werden. Wenn der Mannschaft dies nicht gelingt, wird eine Strafe 3 gegen sie in der Mitte des Spielfeldes ausgeführt.

Der Einwurf
Wenn eine Mannschaft einen Korb erzielt, erhält die andere Mannschaft den Einwurf auf der Mittellinie. Der Ball wird von einem Spieler eingeworfen. Die Mannschaften stellen sich links und rechts der Mittellinie im eigenen Feld auf. Der Einwurf muss unparteiisch erfolgen, ansonsten geht der Ball an die gegnerische Partei.

Die Verteidigung
Um dem Gegner den Ball weg zu nehmen, dürfen sich die Spieler mit den Pferden berühren (Blocken). Um keine gefährliche Situation hervorzurufen, darf der Verteidigungs-Winkel nicht mehr als 45 Grad betragen - ausgehend von der Spielrichtung.

Die Strafen
Wenn ein Spieler gegen die Regeln verstößt, gibt es, je nach Schwere des Vergehens, eine Strafe für die gegnerische Mannschaft. Die Mannschaft, die begünstigt, und somit auch in Ballbesitz ist, darf entweder direkt auf den Korb werfen, oder auch indirekt aus folgenden
Distanzen:
Strafe 1 (schweres Vergehen): Wurf aus 5 Meter vom Korb
Strafe 2 (weniger schweres Vergehen): Wurf aus 10 Meter vom Korb
Strafe 3 (leichtes Vergehen) Ausgangspunkt - wo das Vergehen geschehen ist oder an der Mittellinie
Vorrecht zur Ballaufnahme
Ein Spieler besitzt das Vorrecht zur Ballaufnahme, wenn er sich in Spielrichtung befindet - ausgehend von der Spielrichtung die der zuletzt in Ballbesitz gewesene Spieler eingenommen hatte.

Berechtigung zum Korbwurf
Die Berechtigung zum Korbwurf erhält die Mannschaft, die drei Pässe in ununterbrochener Reihenfolge durch drei Spieler derselben Mannschaft ausgeführt hat.
Das Tor:
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